Vielleicht der nächste größere Entwicklungssprung nach 1985. Verbesserte Technik und Finanzen, kompaktes Programm - zum ersten Mal auch ein internationaler TopAct und neuer Rekordbesuch bildeten die Eckdaten, und auch die Zahl der verloren gegangenen Kinder schraubte sich in Rekordhöhe.

Angesichts der nach ihr kommenden Übermacht gestandener Essener Bands hatten es die jungen BLUE FUNK (u.a. mit Guido Hussein, später als Mitarbeiter des JZ Werden kurzzeitig mitverantwortlich für das Open Air Werden) vielleicht etwas schwer. Mit MARILYN´S ARMY folgte nun wirklich Essener Urgestein und eine durchaus überregional erfolgreiche Band. Damals noch mit Joachim Schäfer, heute im anderen Musikgefilden als Yoshima Teil des erfolgreichen Essener Freischwimmer DJDuos (mit Thomas Geier, früher drummer bei Die Regierung) tätig.

Mit TOYN BEE HALL um Sängerin Sabine Heiming und Gitarrist Olaf Scherf, einem eifrigen Jury-Mitglied der Werdener Rocktage waren auch mal wieder Ruhrrockwettbewerbsieger am Start. CARNIVAL OF SOUL um den Gelsenkirchener Achim Weigel waren Lieblinge des Magazins Spex und gehörten zur ersten Kategorie deutscher Instrumental-Rockcombos.

Alles wurde dann aber übertroffen von dem französischen Rapper SOON E MC mit seiner 9 köpfigen Band. Sie bescherten uns vielleicht einen der schönsten Abende des Open Airs bis dahin überhaupt.

Da war dann auch schnell das anfängliche Problem mit der DJ-Tischbeschwerung vergessen:

Plötzlich sollte "damit die Plattennadel beim Auftritt von SOON E MC nicht springt" 1 Zentner Sand in kleinen Säcken angeschafft werden. Da das Festivalgelände nun mal an der Ruhr und nicht am Atlantik liegt, mussten zwei große Sonnenschirmsockel gefüllt mit Ruhrwasser reichen.

 

 

Visuelle Eindrücke

  • All