Coma

Als Hoflieferanten Kölscher Feierkultur seit 2007 wissen Coma, wie man eine Meute anheizt. Es ist die Art von Wissen, die man nicht einfach nebenbei erlernt, sondern bereits an den Verhandlungstisch mitbringt, und in diesem Fall war das Kölner c-o pop Festival der Tisch. Bei ihrem ersten Gig sprangen Marius Bubat und Georg Conrad vor ausverkauftem Haus ins tiefe Ende des Beckens und mussten im Niemandsland zwischen Clubkultur und Live-Konzert einen eigenen Weg zur Performance finden. Der Rest ist Stadtgeschichte, denn Comas elektronischer Pop zündete sofort und brachte das Publikum mit Laptops, Gitarre, Synthesizer und Mikrophonen sozusagen im Knopfumdrehen auf ihre Seite. Von Anfang an gefeiert als das nächste große Kölner Ding, hat die Karriere der beiden stetig an Fahrt aufgenommen... doch das heißt nicht, daß die bisherige Reise eine einfache war, sind beide Produzenten doch eher als leidenschaftliche Perfektionisten denn als aufgeputschte Egomanen bekannt. So dauerte es ein weiteres Jahr bis dem äußerst gespannten Publikum 2008 ein erstes Release präsentiert werden konnte. Es war die Zeit der ersten Shows im Ausland, welche das Duo sanft in die Flugbahn zu internationalem Erfolg drängten, und auch das Gründungsjahr von Comas eigenem Kölner Studio, das den regelmäßigen Kollaborationen mit befreundeten Musikern wie Roosevelt, Vimes, MIT oder Ada als Heimat dient. Dort kamen auch deren großartige Gastspiele für Comas anstehendes Debütalbum "In Technicolor" zustande, das nach einer Handvoll virtuoser EPs auf Kompakt und drei Jahren akribischer Vorbereitung im April 2013 das Tageslicht erblicken wird. Der Titel weist bereits auf die neue Verspieltheit hin, oder wie Coma selber sagen: "Während unsere bisherigen Veröffentlichungen eher so etwas wie ein nebelverhangener Schwarzweißfilm waren, ist das hier definitiv ein Farbfilm... unser Versuch unterschiedlichste Sounds auf lebhafte Weise zu einem Ganzen zu formen, ohne langweiligen Clubkonventionen zum Opfer zu fallen, die die Ausrduckskraft der Musik einschränken." (Quelle: Kompakt.fm)